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Corona-Krise: Fast 200 Flughäfen in Europa vor dem Aus.

Wirtschaft
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Wenn Sie die Börsenstände heute ansehen, könnte man meinen, die Corona-Krise hätte nie stattgefunden.

Doch zeigen sich aktuell immer mehr die Folgen davon. So gab jetzt die europäische Flughafenbehörde ACI Europe bekannt, dass in Europa 193 Flughäfen wegen mangelnder Passagierzahlen unmittelbar vor dem Bankrott stehen. Selbst die 20 größten Flughäfen in Europa mussten in den letzten Monaten Schulden in Höhe von 16 Milliarden Euro aufnehmen, was 60 Prozent des normalen Jahresumsatzes entspricht.

Ausnahmslos alle Flughäfen sind derzeit unrentabel und befinden sich in den roten Zahlen. Sie können mit den Einnahmen weder die Betriebs-, noch die Kapitalkosten decken. Wie dramatisch die Entwicklung ist, sehen Sie daran, dass die Passagierzahlen nach Angaben der Flughafenbehörde allein im September im Vergleich zum Vorjahr um 73 Prozent eingebrochen sind. Das zeigt Ihnen, dass die Corona-Krise noch viele Nachwirkungen haben wird.

Wenn Flughäfen schließen wird es schwierig

Wenn Flughäfen erst einmal geschlossen werden, dann werden sie auch nicht mehr so schnell wieder in Betrieb gehen, selbst wenn sich die Nachfrage nach Flügen wieder erholen sollte, was derzeit ebenfalls ungewiss ist. Es ist wirklich gut möglich Komma dass viele Flughäfen ein für alle mal von der Landkarte verschwinden werden, einfach weil sich das flugaufkommen Aufsicht der nächsten Jahre nicht so massiv erholen wird.

Doch das ist nur ein Aspekt des Themas, denn das gilt nicht nur für Flughäfen. Hier sind ebenso viele Unternehmen aus anderen Branchen, vor allem Restaurants, Hotels, Freizeitanlagen, Schwimmbäder usw. und so fort betroffen. Das jedoch zieht den Verlust vieler Millionen Arbeitsplätze nach sich, was gleichzeitig die Massenkaufkraft einbrechen lässt und damit wieder den Konsum und die Umsätze der anderen Unternehmen senkt.

Ganz schnell kommt hier eine deflationäre Abwärtsspirale in Gang, die niemand mehr aufhalten kann. Der sprühende Optimismus an der Börse, dass sich die Probleme ganz schnell mit einem Impfstoff gegen das Corona-Virus in Luft auflösen würden, sind völlig irrational und blenden die Realität aus.

Gefahr einer Deflation bleibt hoch.

Was die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, das ist die Realität immer nur über einen bestimmten Zeitraum an den Börsen ausblenden lässt. Daher ist eine nächste große zweite Crash Welle an den Börsen sehr wahrscheinlich. Daher ist es auch jetzt nicht ratsam besonders stark bei Aktien investiert zu sein oder sogar noch neue Positionen ins Depot aufzunehmen.


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