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Die EU weiß nicht mehr, was sie noch sanktionieren soll

Europa
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Die neuen Sanktionsdrohungen der EU, deren eigene Wirtschaft gerade unter den eigenen Sanktionen zusammenbricht, werden in Russland nur noch mit Humor aufgenommen, wie ein aktueller Beitrag des russischen Fernsehens zeigt.

3. Oktober 2022 04:00 Uhr

Im wöchentlichen Nachrichtenüberblick des russischen Fernsehens ist der Bericht des russischen Deutschland-Korrespondenten immer ein Höhepunkt, denn er zeigt auf, wie man von außerhalb auf die deutsche Politik und ihre Folgen blickt. So war es auch an diesem Sonntag, weshalb ich den Korrespondentenbericht auch diese Woche übersetzt habe. 

Beginn der Übersetzung:

Die EU versucht, Sanktionen aus sich herauszuquetschen, Großbritannien geht in die Schuldenfalle

Europa versucht, ein Gefühl für seine neue Realität zu bekommen. Klappt das? Ein Bericht unseres Deutschland-Korrespondenten.

Allzu oft sind die Deutschen auf die Straße gegangen, um die Einschaltung von Nord Stream 2 zu fordern. Und sie werden es noch öfter und in größerer Zahl tun. In der Provinzstadt Lubmin sind es jetzt 10.000. Und was ist, wenn es in Berlin 50.000 werden? In Prag ist das schon fast zur Regel geworden, und was für eine Ketzerei wäre es, Brüssel den Rücken zuzukehren und sich dem Volk zuzuwenden und die Sanktionen aufzuheben, mit Russland Handel zu treiben, denn wenn nicht, wird in Prag der Rücktritt der Regierung gefordert. Deshalb war es höchste Zeit, die Brücken abzubrechen: Wenn es keine Pipeline gibt, gibt es kein Problem mehr.

Die Zeitung Die Welt witzelte unbeholfen: „Nur wenige Stunden, nachdem sich mehrere tausend Demonstranten in Lubmin versammelt hatten, wurde ihr Wunsch wie von Zauberhand Wirklichkeit. Nach Angaben des dänischen Militärs sieht es so aus, als seien die Forderungen der Deutschen sogar noch übertroffen worden: Nicht nur Nord Stream 2, sondern auch Nord Stream 1 wurde in großem Umfang geöffnet. Sogar an mehreren Stellen. Viele der Demonstranten planen jetzt Tauchtouren in der Nähe der Insel Bornholm, um ihre Tanks für den kommenden Winter aufzufüllen.“

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