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Ende der Privatsphäre: Facebooks "Metaverse" wird der Logik und der Vernunft den Todesstoß versetzen

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Mark Zuckerberg hat bereits mit seiner Plattform Facebook die meisten sozialen Beziehungen der Menschen im realen Leben planiert. Nun versucht er, die Überreste unserer Privatsphäre zu beseitigen, indem er uns in eine Online-Gummizelle namens Metaverse zerren will.

 Ein Kommentar von Helen Buyniski

Der Auftritt der allzu perfekten Facebook-Insiderin Frances Haugen, die eine Heerschar von PR-Auguren hinter sich versammelt hat, die Facebook zu einem gewinnorientierten Hort des Hasses erklärt haben, könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Gans namens Facebook gegessen ist. Aber während die Regierungen und zensurfreudigen NGOs noch darüber streiten, wie man den Kadaver von Facebook am besten aufteilen kann, ist CEO Mark Zuckerberg bereits einen Schritt weiter und will das Wrack der realen sozialen Interaktionen endgültig hinter sich lassen, während er an einem neuen virtuellen Lebenssinn für Millionen von Usern bastelt, die täglich an Facebook und Instagram kleben.

Politisch selber unter Beschuss geraten, weil bei Facebook monetäre Gewinne über das Wohl seiner User gestellt werden, ein Attribut, das im Grunde jedes existierende Unternehmen beschreibt, war Facebooks Modus Operandi seit den Anfängen der Plattform klar. Sie existiert, um so viele Daten wie möglich, physisch und metaphysisch aus dem Internet zu saugen – und zwar bevor ein User merkt, dass er benutzt wurde und sich nicht mehr einloggt. Jetzt aber, da es in der Öffentlichkeit keinen Zweifel mehr darüber gibt, kann Zuckerberg voll auf den "göttlichen Auftrag" setzen, um in die Psyche der User vorzudringen, auf der Suche nach noch mehr Daten, die er dann einem Zuhälter gleich dem Meistbietenden zuhalten kann.

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