Altersstarrsinn oder Kaiserblockade? - Der mühsame Weg in die Souveränität

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Mohandas Karamchand Gandhi soll mal gesagt haben: „Ein Irrtum wird nicht zur Wahrheit, nur weil er sich ausbreitet.“

Ein Kommentar zur Lage von Martha Pfahl

Normalerweise halte ich mich aus den aktuellen politischen Geschehnissen heraus. Ich erkenne die dahinter liegenden Botschaften und beobachte, wer was zu wem weshalb und wo sagt ... und denke mir meinen Teil oder diskutiere das im kleinen Kreis. Immer und immer und immer wieder muß ich dabei beobachten, daß der große Teil der viertel-, halb- und vermeintlich ganz Aufgeklärten in dasselbe Verhaltensmuster fällt wie 90% der Schlafschafe in deutschsprachigen Ländern. Sie suchen nicht die Tiefe, geschweige denn die Logik.

Keine Sorge, entspannt euch; ich werde euch hier kein fertiges Weltbild liefern – auch wenn ich das könnte – sondern mein Ziel ist es, euch endlich – verdammt nochmal(!) – zum eigenständigen Denken UND Nachforschen zu motivieren.


Hajott Müller, unernannter Hofberichterstatter einer trägen mitteldeutschen Adelsschicht wiederholt gebetsmühlenartig immer wieder die Kaisernummer. Alles müsse wieder in den Stand des Kaiserreiches (1871-1919) zurückversetzt werden, und die BRD habe fertig. An und für sich ein guter Gedanke. NUR: WIE soll das gehen ohne die Könige und anderen Fürsten, die den Kaiser zu wählen hätten (→ „Goldene Bulle“).

Dann kommt gern das Argument, daß der Beginn der „Weimarer Republik“ ja ein Putsch war und die Folgen desselbigen von den Alliierten rückgängig gemacht würden. An und für sich ein netter Gedanke. NUR: Auch das Kaiserreich von 1871 war schon ein Handelsunternehmen, und der Putsch war genau genommen eine „feindliche Übernahme“. Kommt in der sog. „freien Wirtschaft“ immer wieder mal vor.

WAS? Das Kaiserreich ein Unternehmen? JA! Dieses hatte sich bereits 1863 dem International Commercial Law unterworfen: https://archive.org/details/internationalco01levigoog/page/n7/mode/2up

Wer jetzt glaubt, daß ich spinne, der lese nur mal die Artikel 15 und 27 der Bismarck‘schen Reichsverfassung.

REIN HANDELSRECHTLICH könnte die Firma „Deutsches Kaiserreich“, die Firma „The United States of America d.b.a. UNITED STATES“, die Firma „Russische Föderation“ und die Firma „Vereinigtes Königreich“ ein Agreement treffen, bestenfalls eines unter Gentlemen, oder halt einen sog. „Auseinandersetzungsvertrag“ zeichnen. Das pflegen juristische Personen durch ihre Bevollmächtigten zu tun, wenn ein Vertragszweck erfüllt ist. Alles schön und gut und an und für sich ein schöner Gedanke. NUR: Hört dann doch bitte auf, vom Kaiserreich als STAAT zu faseln.

Sagt doch einfach: „Wir, als Humankapital (https://datacatalog.worldbank.org/dataset/human-capital-index), wollen gerne mit unserem Kollateralvermögen in ein anderes Unternehmen umgebucht werden, weil wir dort eine für uns angenehmere Plünderungsathmosphäre erwarten. Uns ist auch egal, auf welcher Rechtsgrundlage die Firma aufgebaut ist. Hauptsache, Madame Mimm verschwindet aus Berlin.“ (Vielleicht könnte man über den bald erweiterten Graben um das Kanzleramt auch eine Zugbrücke einbauen, die man dann nicht mehr herunterläßt und IM Erika dann unter Dauerhausarrest bleiben muß?) Verzeihung, ich schweife ab.

Und verzeiht bitte auch meinen leicht sarkastischen Schreibstil. Leider erreichen „normale“ Methoden des schriftlichen Ausdrucks nur noch zu selten die letzten freigeistig denkenden Hirne.

Wenn man mit dem sog. Staatsrecht unter Beachtung des sog. Völkerrechts in einer handelsrechtlich organisierten Welt etwas auf juristisch saubere Beine stellen will – egal in welchem Rechtskreis – dann passen Stecker und Buchse nicht zusammen. Es fehlt der (rechts-)wirksame und funktionsfähige Adapter.

Letztlich müßte man nur soweit zurückgehen, bis man wieder aus dem handelsrechtlichen Konstrukt herauskäme, und dann das Ganze dann von unten wachsen ließe, um wieder so etwas entstehen zu lassen, das wir unter „staatlichen Strukturen“ verstehen.

Bisher sehe ich nur eine erfolgversprechende Maßnahme, ein „Land, in dem wir gut und gerne leben“, zu rekonstruieren: Die Großherzogtümer Mecklenburg-Schwerin und Mecklenburg-Strelitz, die die ‚kommerzielle Handelsrechtbrücke' überqueren, um am anderen Ufer ins „gelobte Land“ (und dessen Recht) zu gelangen.  

Zu „Defender 2020 Europe“: Man kann es als Auftakt zum Siegeszug der NWO sehen. Man kann es als Befreiung der gebeutelten Deutschen sehen. Man könnte es aber auch als das sehen, was es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist:

Aus Gründen der Schadenminderungspflicht versuchen die Alliierten, sich durch Präventivmaßnahmen, wie zum Beispiel der Abwicklung des entarteten Treuhandverwaltungskombinats namens BRD, das sie ja selbst implementiert hatten – und dadurch die Urheber/Herausgeber sind, die für ihr „Produkt“ haften – schadlos zu halten.

Kaum ein Bundesbürger wird auf die Idee kommen, den freundlichen Besatzern nach erfolgreicher Befreiung vom Merkelregime eine „Rechnung für veruntreutes Kollateral“ zu schicken. (Für die Kommerzler unter euch: Ich weiß, daß das nicht über eine Rechnung vonstatten gehen würde ☺).

So oder so!

Der Müller‘sche Kaiserreichslösungsweg ist wie trotz Handbremse und eingelegtem Rückwärtsgang vorwärts fahren zu wollen.

Ich danke ihm für die Bewußtmachung der politischen Diskussion bei vielen Halb- und Dreiviertelerwachten, doch „wer oder was“ reitet ihn, auf seinem einmal eingerichteten Weltbild alternativlos zu beharren? Das weiß nur er.

Wir lesen uns….


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