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28 Tage Knast im „Warenhaus“ Justizvollzugsanstalt Bützow – und wie die Realität aussieht

Bild von kalhh auf Pixabay

Gesellschaft
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Die verstärkte Nutzung des Medienprojekts VOLLDRAHT, durch BRD-Opfer deren systemkritische Handlungen und Widerstand gegen einen rechtswillkürlich agierenden Verwaltungsapparat immer mehr in den Focus der Öffentlichkeit gerückt wird, führt zum Gegensteueren der BRD-Regierung. Wenn das Meinungsmanagement nicht mehr über die parteigesteuerten Printmedien funktioniert, weil eine unabhängige Zeitung, bissig und schonungslos die realen Umstände in unserem Land pupliziert, dann muß ein Präsi der BRD-NGO ran. Nach dem Motto: "Knast ist toll und so schlimm kann Gefängniswelt gar nicht sein". Bundespräsi Steinmeier besucht die JVA Neustrelitz.

Da sich die Hinweise häuften, das die Essenqualität in der JVA Bützow unter aller Sau ist, hat Grhzg. Friedrich Maik interveniert und die Mängelbeseitigung angeordnet.


Vorab an alle Männer und Weiber, die mit Herz und ihren Gedanken bei mir waren, geholfen haben in Form von Geldspenden und meinen Sohn gestärkt und begleitet haben in dieser Zeit mein Dankeschön von ganzem Herzen. Ich danke Euch für Eure Zeit, Eure Liebe, die Hoffnung und das Licht, welches mich in diesen 28 Tagen nie verlassen und begleitet hat.

Hier eine wichtige Anmerkung betreff des Schutzantrages bei Markus und Sonja Bergfeld. Wer ernsthaft glaubt, daß dieser funktioniert, soll weiter einer Illusion hinterherlaufen. Ich habe von beiden keine Hilfe bekommen! Im Gegenteil, sie haben sogar gegen den Spendenaufruf von meinem Sohn Thomas interveniert! Es handelt sich um Betrug und ein Geschäftsmodell. In Russland ist Kleinkriminalität geduldet.

Teil 1 beschreibt meine Findungsphase, wie das Leben hinter Gittern funktioniert und wie ich damit umgegangen bin.

28 Tage, die etwas mit Dir machen, die Dich verändern und 28 Tage Zeit zum Nachdenken über mein Leben und wie es weitergeht.

ICH BIN, das lebende Weib anke,  welche am 19. Juli 2019 um 21.30 Uhr ins Warenhaus eingeliefert wurde, mit der vermuteten festgestellten Identität der fiktiven juristischen Person Frau Anke Rittweger, die 145 Tagessätze a 24,00 Euro abzusitzen hat. Einen Haftbefehl und den Identitätsnachweis habe ich bis heute nicht gesehen. Alle Unterschriften wurden von mir verweigert, bis auf zwei. Dazu aber später mehr. Die Aufnahme dauerte ca. eine halbe Stunde. Daraufhin brachten mich die beiden sogenannten Justizbeamten männlich/weiblich ins Haus D, den Frauenknast in die Zelle 104. Dort verbrachte ich die ersten 10 Tage. Da man mich ohne Sinn und Verstand von der Straße weggefangen und die sogenannten Polizisten des Polizeihauptreviers Waren fast 4 Stunden lang versucht hatten, mich zu kriminalisieren, war ich schmutzig, durchgeschwitzt und energetisch ziemlich weit unten.

Das „Starterpaket“ bestand aus: 2 Handtüchern, 1 Waschlappen, 1 Stück Seife, 1 Duschbad, 1 Zahnpasta mit Fluorid, 1 Zahnbürste, einen blauen Plastebecher, 1 Kamm, 1 Nachthemd (Eigenmarke JVA Bützow fliederfarben mit Blümchen), 1 x Bettwäsche blau kariert, 1 Kissen, 1 Bettdecke und 1 Wolldecke. Weiterhin 1 Plastetasse, Besteck bestehend aus Messer, Gabel, Löffel, Teelöffel, einem flachen Plasteteller, eine Kompottschüssel aus Plaste und eine Edelstahlschüssel (Willkommen in der Kindergartenzeit. Kinder sollen sich ja nicht verletzen). Die sogenannte Justizbeamtin brachte mir dann noch 1 Liter Tee, mehrere Scheiben Brot, Pflanzenmargarine,1 Becher Marmelade (mit dem man 1 Woche auskommen sollte) und einmal abgepackte Wurst. Im Haftraum ca. 4 m lang und 3,5 Meter breit hatte ich 1 Schrank, 1 Tisch, 1 Stuhl, 1 Bücherregal (alles ziemlich neue Möbel) und ein DDR NVA Eisenbett mit Gummimatratze. Die Lampe über der Tür kenne ich noch aus den DDR Schweineställen mit Glühbirne und Bügeldraht drüber. Die Toilette befindet sich im Raum und ist mit einem „schicken rot karierten“ Vorhang umgeben. Es soll ja nicht jeder gleich reinschauen von der Tür aus, wenn Du mal musst. Eine Toilettenbürste, WC Reiniger, Eimer mit Lappen und Fit haben das „Starterpaket“ komplett ergänzt.

Der Hunger war mir eh vergangen und so habe ich mich erst einmal häuslich niedergelassen, das Bett bezogen, mich und meine Sachen, die ich an hatte, gewaschen, Tee getrunken und bin dann erst einmal zur Ruhe gekommen. Die Nachtgeräusche waren entsprechend ungewohnt und an Schlaf war nicht wirklich zu denken. Tausend Gedanken schwirrten durch den Kopf, das Erlebte mußte ja erst einmal verarbeitet werden. Vor dem Fenster war ein Vorhang, so daß das Licht der Lampe gegenüber an der Mauer leicht gedämpft war.

So verbrachte ich die Nacht mit vielen Gedanken, der Ungewissheit was mit dem Auto geschehen ist und ob mein Sohn zu Hause informiert ist und auch vor allem wie es ihm geht. Ein Telefongespräch wurde mir im Polizeirevier Waren verweigert. Niemand wußte also wirklich, wo ich bin und wie es mir geht. Das Auto hatten die Polizisten von dem Ort wo man mich entführt hatte, weggefahren an einen Ort, den niemand kannte und wo man das Auto nicht findet. Eine Suche hatte am gleichen Abend noch stattgefunden. So verhinderte man die Mobilität meines Sohnes.

Da ich keine Uhr hatte (was auch die ganzen 28 Tage so blieb), verliert man zum Teil jegliches Zeitgefühl. Dank des Sonnen Auf- und Untergangs konnte ich mich recht gut orientieren. Irgendwann morgens kam dann Bewegung ins Haus. Es war Samstag und die Tür wurde kurz aufgeschlossen, „Guten Morgen“ gesagt und wieder verschlossen. Später wurde dann wieder aufgeschlossen und ich wurde gefragt, ob ich eine Freistunde möchte bzw. gehen will, was ich abgelehnt habe. Gegen Mittag wurde dann die Tür wieder aufgeschlossen, es gab die erste warme Mahlzeit oder wie man das auch nennen mochte. Ich holte mir Tee und anschließend wurde die Zelle wieder verschlossen, was bis gegen 14 Uhr so blieb. Dort gab es dann das erste Gespräch mit einer Justizbeamtin, wo ich die Bitte äußerte, meinen Sohn anrufen zu wollen, was daraufhin später auch erfolgte. Es gab eine kleine Einweisung in den Tagesablauf und die Gepflogenheiten, die zu beachten sind. Ich bekam Sachen aus dem Haus zum Wechseln und habe dann geduscht. Gegen 15 Uhr gab es Abendbrot, welches auch immer gleich als Frühstück herausgegeben wird. Alles versiegelt und zum Teil in Alu verpackt. Das Telefongespräch mit meinem Sohn fand unter Aufsicht statt. Die Justizbeamtin hat mitgehört. Wir konnten die wichtigsten Dinge erst einmal regeln und klären. Einschluß in den Haftraum war um 17 Uhr. Das ist jedes Wochenende so und kam auch in der Woche ca. 2-mal vor, da Personalmangel in der JVA an der Tagesordnung ist.

Nach dem Einschluß ist man ca. 21 Stunden mit sich beschäftigt. Die Unterwäsche habe ich mit Seife bzw. Duschbad gewaschen, waschen und Zähneputzen geht nur mit kaltem Wasser. Folgende Getränke hat man als Alternative: fertigen Tee oder Wasser aus der Leitung im Haftraum, die so alt ist wie das Gebäude selbst (Baujahr der JVA 1856)? Da ich ja nun viel Zeit hatte, habe ich mich auf das Bett gestellt und mir erst einmal die Umgebung? angesehen. Vor der Nase eine hohe Mauer, Büsche und Bäume, Schwalben waren reichlich vorhanden und Falken auch, man hört die Mädels in den anderen Zellen, die Fernseher laufen. Die nächste Nacht konnte ich dann schlafen. Sonntags morgen wieder um halb sieben die Lebendmeldung „Guten Morgen“, welche dann auch Sinn macht. Dazu später mehr. Um 9 Uhr habe ich meine erste Freistunde genossen, die ersten Mädels kennengelernt, viele Fragen gestellt und mir viele Dinge erklären lassen.

Alles läuft nur auf Antrag: Ohne Antrag geht nichts. Sie brauchen immer die juristische Person und so habe ich i.A. als A. R. zwei Anträge gestellt, einen für vegetarisches Essen und einen für die Besucher, die man als juristische Person eingetragen lassen muß, denn es geht immer um die Haftung. Die habe ich auch bei der Einlieferung von mir gewiesen, nichts unterschrieben und immer wieder betont, daß ich die Haftung für die Person nicht übernehme.

Ab Montag ging dann der normale „Geschäftsbetrieb“ los. Den ganzen Tag hat man Lärm, im Haus und überall auf dem Gelände. Um 6.30 Uhr ist wieder Lebendmeldung „Guten Morgen“. Die Mädels gehen um 6.45 Uhr zur Arbeit in der Wäscherei, Näherei, Reinigung, Friseur oder als Haus- und Hofarbeiter. Bei den Männern in den anderen Häusern ebenso. Tagessatz als Hofarbeiter 5,70 Euro. Das verdiente Geld spielt eine Rolle beim Einkauf zweimal im Monat in einem Laden, wo man die Dinge des täglichen Lebens für ca. 10 % Aufschlag erwerben kann. Tabak und Kaffee spielen eine riesengroße Rolle bei den meisten Mädels und dienen auch als Tauschmittel im Gegenzug für andere Dinge, die man so braucht. Kosmetika, Creme zum Beispiel, die ich nicht zur Verfügung hatte. Da kam dann die Margarine zum Einsatz. Ist ja pflanzliches Fett und der Zweck heiligt die Mittel. Außerdem ist sie fast unbegrenzt haltbar und voll mit Konservierungsstoffen. Genau das richtige für meine Haut zum „versiegeln“.

Da ich weder Kaffee trinke, noch rauche, hatte ich diese ganzen Probleme nicht. Aber das Thema Sucht bzw. Suchtmittel ist erheblich. Genau wie die Thematik Schlafmangel.

Ein Privatleben hast Du nicht. In der Woche kann jederzeit ohne Vorankündigung jemand in der Tür stehen. So dann am Montag. Kurz nach 8 Uhr ging es zur Habe mit der kurzen Bemerkung „Zur Habe“, wo alle persönlichen Sachen von den Gefangenen aufbewahrt werden. Dort mußte ich meine eigenen Sachen abgeben und bekam Anstaltskleidung. Jogginghosen, T-Shirts, noch mehr schicke geblümte Nachtwäsche, Socken, Turnschuhe, Pullover, einen Parka für Sommer und Winter (mit Fell; hat mich an DDR Parka dunkelgrün erinnert) und Badelatschen. Nach dem Mittag ging es zum Medizinischen Dienst (die Tür wurde aufgeschlossen mit der Bemerkung „Zum Arzt“), wo eine Untersuchung stattfinden sollte. Nachdem ich mal wieder darauf hingewiesen habe, daß ich nicht Frau Rittweger bin, sondern das lebende Weib anke, hat man mich zum Arzt gebracht, dem ich dann meine Patientenverfügung, meine Vorsorgevollmacht und ein Attest vorgelegt habe, welches aussagt, daß ich körperlich, geistig und seelisch fit bin. Daraufhin sagte dieser: „Das ist mir jetzt zuviel“, schob mir die Dokumente zurück und raus war ich aus dem Zimmer. Er wollte wohl mit mir nichts mehr zu tun haben.

Da auch ein Freikauf von Anfang an Thema war, hat man mich weitestgehend in Ruhe gelassen mit Arbeitsangeboten. Man muß sich das auch mal überlegen, Du wirst eingesperrt gegen Deinen freien Willen, erpresst zu einer Geldzahlung und sollst auch noch arbeiten gehen, um Dir ein paar Dinge leisten zu können, die normalerweise selbstverständlich sein sollten! Sklavenarbeit. Gut, es ist auch Beschäftigungstherapie, denn 21 Stunden im Haftraum zu verbringen, das kann nicht jeder. Vor allen Dingen nicht bei Haftstrafen, die bis zu 15 Jahren und länger gehen. Zeit spielt keine Rolle mehr. Ich habe viel gelesen, dank einer guten Buchauswahl.

Wie ich schon schrieb, befand ich mich die ersten 10 Tage im Haftraum im Erdgeschoß bei den Untersuchungsgefangenen. Anschließend mußte ich nach oben zu den Strafgefangenen umziehen, da ein Freikauf bis dahin nicht erfolgt war. Dieser Raum war doppelt so groß und lag in der dritten Etage. Mehr Platz, mehr Aussicht und ich bekam einen Fernseher und einen Wasserkocher ohne Antrag, wo ich dann meine Wäsche auch warm auswaschen konnte, bzw. den Tee selber aufbrühen konnte und dank des Fernsehers auch mal mitbekam, was denn so in der Welt los ist, von dem man glauben sollte, daß es so ist. Der Fernseher war ein Abenteuergerät. Er war klein, ein altes Modell mit Röhren, hatte 40 Programme und der Sendersuchlauf funktionierte nur rückwärts, da die Tasten ausgeleiert waren. Aber ich war dankbar, daß ich ihn hatte.

Der zeitliche Tagesablauf in der Woche war ein wenig anders. Die Mädels haben bis um ca. 14.30 Uhr gearbeitet. Da wurden auch alle Hafträume geöffnet Die Post im Haus abholen und Anträge abgeben war um 15.30 Uhr. Freistunde war von 16 – 17 Uhr. Danach wurde das Abendbrot ausgegeben und die Räume waren offen, so daß man sich frei im Haus (außer Untersuchungsgefangene unten) bewegen konnte. Dies war bis 19 Uhr möglich. Es sei denn, es war Personalmangel in der Woche, dann war alles zeitlich verschoben und der Einschluß fand um 17 Uhr statt.

Die Freistunde draußen habe ich genossen und mit viel laufen und Bewegung verbracht. Das Gebäude und die Anlage sind ein abgeschlossener Komplex vom Rest der JVA, abgetrennt von einer großen Mauer und einem kleinen Tor als Eingang. Die Anlage ist gepflegt, es befinden sich ein Teich mit Fischen und eine schöne Vogelvoliere mit Wellensittichen auf dem Gelände. Ebenso ein Hochbeet, auf dem Gemüse angebaut wird, welches dann ab und zu zum Abendessen mit dazu gegeben wurde. Zum Beispiel Salat und Radieschen. Dafür war ich sehr dankbar, denn das Obst und Gemüseangebot ist katastrophal!

Trotz der Umstellung auf vegetarische Kost konnte ich an mir selber feststellen, wie schnell der körperliche Abbau in den 28 Tagen erfolgt ist. Es bestand ein extremer Vitamin- und Mineralstoffmangel. Salz und Zucker waren Mangelware (es sei denn man kauft es im Laden). In der Woche gab es einen Apfel, eine Birne, eine Banane, einen Pfirsich und eventuell zum Abendbrot einmal die Woche eine Gurke. Und das mitten im Sommer, wo Obst und Gemüse in allen Varianten ausreichend vorhanden sind. Weiterhin gab es zum Abendbrot Käse, mal einen Eiersalat abgepackt, eine kleine Dose Fisch, nicht mal eine viertel Paprika, und eventuell alle zwei Wochen ein Ei. Das Abendbrot war gleichzeitig auch als Frühstück gedacht. Das mußte man sich dann einteilen. Einmal die Woche gab es ein Glas oder einen Becher Marmelade. Über Pflaumenmus war ich überaus erfreut, da nur dieser keine künstlichen Zusatzstoffe enthielt und für die „Verdauung“ sehr gut ist. Durch den Bewegungsmangel hatten sehr viele Mädels Probleme mit der Verdauung.

Das Mittagessen war so gut wie nicht gesalzen. Manchmal mußte ich raten, was ich da esse und noch einmal schauen, was auf dem Essenplan für die Woche stand. Kartoffelbrei hat mich geruchstechnisch an die Schweinekartoffeln zu DDR Zeiten erinnert, die wir eben an die Schweine verfüttert haben. Das lag wohl auch daran, daß die Küche der JVA seit Januar umgebaut wird und seitdem ein Anbieter aus Rostock für die Essensversorgung zuständig ist. Man hat sich wohl für den günstigsten Anbieter entschieden. Es gab jedenfalls Informationen, daß Geld für besseres Essen durchaus vorhanden ist, es aber nicht ausgegeben wird.

Im Laufe der Tage machte sich bei mir eine permanente Müdigkeit bemerkbar. Da spielt sicher auch der Sonnenmangel eine Rolle. Andererseits hat mir auch ein Mädel erzählt, daß die Leute, die die Häftlinge beschäftigen in den unterschiedlichen Bereichen eine strikte Anweisung haben, das Essen der Häftlinge nicht zu essen! Da stellt sich mir die Frage nach dem Warum? Was ist denn in dem Essen drin, daß niemand anderes das essen darf? Die Justizbeamten bekamen separat ihr Essen. Dieses war auch anders abgepackt. Das für uns war in Aluschalen vorbereitet.

Zum Schluß meines ersten Beitrages möchte ich noch auf das Thema Sucht eingehen. Tabak und Kaffee kann man einkaufen mit dem erarbeiteten Hausgeld. Da nur alle ca. 14 Tage eingekauft werden kann (in den 28 Tagen meiner Anwesenheit gar nicht wegen Urlaub), herrschte dann irgendwann ein Mangel bei vielen Mädels. Einige haben die gerauchten Kippen gesammelt, um sich aus den Resten wieder neue Zigaretten zu drehen. Die, die sich ihre Zigaretten eingeteilt haben und ebenso den Kaffee, wurden von einigen immer wieder angeschnorrt.

Schlafmangel und Schlafprobleme sowie Medikamenteneinnahme gehören dort zum normalen Alltag. Die Tabletten werden entsprechend zugeteilt vom Medizinischen Dienst, bzw. abends vor Einschluß von den Justizbeamten ausgegeben. Schlaftabletten gehören bei gut der Hälfte der Mädels zum Standard. Ebenso Schmerzmittel. Da einige der Mädels auch noch andere Drogenprobleme haben, werden auch entsprechend Ersatzstoffe verabreicht, bzw. der Entzug herbeigeführt.

Die Unzufriedenheit, Traurigkeit, Ängste, Verzweiflung, der Frust, die Ungewissheit, der Entzug der Kinder und der Familie sind Tagesthema bei den meisten Mädels, die dort zum Teil lange Haftstrafen absitzen bzw. in Untersuchungshaft sitzen, wo die Ungewissheit noch größer ist.

Fortsetzung folgt.