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Gesellschaft
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Das Thema „Kampfunde“ geht in die nächste Runde. Die Kampfhundeverordnung soll um den Punkt der Promillegrenze für Kampfhundehalter erweitert werden. U.a. werden dazu Vorfälle genutzt, die mit alkoholisierten Hundehaltern in Verbindung gebracht werden.

Promille-Grenze für Besitzer von Kampfhunden

von Claus Kramsl - Noch heuer soll das Wiener Tierhaltegesetz novelliert werden, Anlass ist die jüngste Biss-Attacke in der Donaustadt. "Heute" erfuhr: Die Stadt prüft eine Promillegrenze für Hundehalter. 1,4 Promille hatte die Halterin (48) jenes Rottweilers, der zuletzt in der Donaustadt ein Kleinkind lebensgefährlich verletzt hat. Der Vater des Opfers forderte – wie auch viele "Heute"-Leser – Konsequenzen. Und die sollen nun auch kommen: Tierschutzstadträtin Ulli Sima (SPÖ) will noch heuer eine Novelle des Tierhaltegesetzes auf den Weg bringen.“ Quelle: heute.at

Der Gesetzesentwurf ist eine logische Entscheidung, die tatsächlich rational begründet werden kann. Im Vergleich dazu kann der betrunkene Autofahrer genommen werden, der einen Unfall mit Schaden, zu Lasten Dritter verursacht, bzw. schon aus dem Umstand des alkoholisierten Fahrens eine allgemeine Gefahr darstellt, da der Alkoholgenuss das Fahrvermögens beeinträchtigt. Die Alkoholkranken unter den Lesern werden natürlich sofort anfangen zu differenzieren, „Ich habe nach 4 Bier noch klare Bilder und bisher ist nichts passiert“ ... Klare Bilder sind zwar was anderes, aber es macht die Problematik sichtbar.

Das gleiche Verhältnis besteht, wenn alkoholisierte Hundehalter mit Hunden unterwegs sind, die wie der Hundehalter keine klaren Bilder mehr im Kopf haben. Das ist eine fahrlässige Gefährdung zu Lasten Dritter mit fatalen Folgen.

Das Dilemma an der Kampfhundeverordnung ist, dass die Hunde nur als Trigger zur Lenkung der Gesellschaft benutzt werden.

Auszug aus der Kampfhundeverordnung Mecklenburg-Vorpommern

„Als gefährlich im Sinne dieser Verordnung gelten Hunde, bei denen von einer durch Zucht, Ausbildung oder Abrichten herausgebildeten, über das natürliche Maß hinausgehenden Kampfbereitschaft, Angriffslust, Schärfe oder einer anderen, in ihrer Wirkung vergleichbaren Mensch oder Tier gefährdenden Eigenschaft auszugehen ist, [...]

Die Ursache liegt beim Hundehalter und nicht beim Hund. Es stellt sich die Frage, warum dann die Ursache nicht sanktioniert wird und stattdessen subjektiv individuelle Hunderassen, als problematisch diffamiert werden.

Bei einem Volks-IQ70 ist es unbedingt notwendig, die Depperten in sinnloser Beschäftigung zu halten und dazu gibt man den Spießbürgern etwas Macht, soviel Macht das sie über den Nachbarn herfallen können und sich sowas von im Recht fühlen, ohne dass sie bemerken das sie zum Werkzeug degradiert wurden. Und dann trifft es genau die Mehrheit der Hundebesitzer von kräftigen Hunden, die ihren Hunde auch klare Bilder liefern. Divide et impera – die klassische Form der Volksverarschung.

Das verantwortungslose Verhalten einer Minderheit, führte zur Kampfhundeverordnung, während die Hunde per se nicht aggressiv sind. Hunde, die keine klaren Bilder sehen, waren oder sind Hundebesitzern ausgeliefert, die selbst keine klaren Bilder sehen. Das ist die Ursache und genau die sollte auch geklärt werden. Denn die Auswirkungen dieser gesellschaftlichen Haarspalterei ist gravierend. Ich erlaube mir das einem persönlichen Beispiel darzustellen.

 

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Aufgrund eines Umzuges wurde die Pitbull-Hündin meines Schwager für 5 Wochen bei uns untergebracht, was natürlich von der 4-köpfigen Wikingerbande mit Begeisterung aufgenommen wurde. Gina, die Knuddeltante ist ein liebenswertes Kraftpacket und völlig irre – nach den Kindern. Während die Rasselbande, dazu zählt der Pitt mit, sich auf dem großen Trampolin amüsierten, d.h. alle Kinder auf den Hund und ein fröhliches Gejauchze wenn Gina sich freikämpfte und sich hüpfend auf den nächsten „Überfall“ vorbereitet, danach ab in den 15 Euro Plaste-Pool wo nun wirklich nicht mehr zu unterscheiden war, wer wenn nun nassmachte, bis der Pool platt war und alle inkl. Hund Kulleraugen machten, weil die Seitenwände dezent durchlöchert, nun in sich zusammenklappten.

Problematisch wurde es, wenn die Jungs, im Dorf spielten und der Hund im Garten bleiben musste. Das ging ja nun mal gar nicht und so ein Maschendrahtzaun ist kein Hindernis, er wird passend gemacht und ab zu den Kindern. Die Kinder waren begeistert, der Hund auch. Ab da ging es los – freilaufender Kampfhund im Dorf, eine Gefahr für die Kinder – Rette sich wer kann. Ich verstand die Welt nicht mehr, als ob ein Schalter für rationale Denkvorgänge umgelegt wurden ist und die Nachbarn nur völlig sinnbefreit und weichgespült ihre Umgebung wahrnehmen würden.

Irrationales Verhalten

  • Vermieter fürchtet für Umsatzeinbußen für seinen Ferien Hof, weil die Feriengäste Angst vor dem Hund hätten und dann kam das Verordnungsblabla.
  • Nachbarin hatte Angst um die Kinder
  • Ein älteres Weib klagte mir, das sie sich nicht mehr an den Briefkasten traut, der 1m vom Zaun stand, weil der Hund auf der anderen Seite des Zaun sie angeschaut hat.

Und so ging es fröhlich weiter

Und jetzt kommt das was wirklich nur durch verminderte Hirnleistung zu erklären ist. Wir haben jeden gefragt, wen Gina denn nun, angebellt, belästigt, angegriffen oder gar verletzt hätte. Kein Einziger konnte einen Grund nennen, nur er hätte gelesen oder gehört.

Hinzu kommt, dass der Hund nicht bellt, nur in Gefahrensituationen sich dazu durchringen kann, vor Freude quietschen ist da eher drin. Also der Hund steht am Grundstückszaun völlig ruhig, während auf der anderen Seite die bekloppten Feriengäste mit ihren geifernden und völlig austickenden Hunden, die Hunde kaum halten können vorbeimarschieren. Und der auf der anderen Seite des Weges lebende Jagdhund völlig irre das Grundstück rauf und runter rennt und versucht durch den Zaun zu kommen. Die Nachbarin die Angst um die Kinder hatte, ist die deren plattnasiger Mops, meinen Jung zur Begrüßung in die Nase gebissen hat.

Fazit

Alle paranoiden Nachbarn die sich beschwerten, haben jeden Tag die Kinder mit dem Hund im Garten rumtollen gesehen und den Kopf geschüttelt. Deren Hunde, alles keine als Kamphunde eingestufte Rassen, völlig mit unklaren Bildern ausgestattet, die wirkliche Bedrohung darstellend und der Pitbull, der absolut friedfertig ist und mit einer selbstbewussten stoischen Ruhe die Kinder vor den Angriff der kaputten Hunde am Gartenzaun Wache haltend schützte, wird verteufelt.

Anzumerken wäre noch, dass die ganze Rasselbande im großen Bett schläft, die sind nicht zu trennen, warum auch. Und jetzt brandet die Diskussion wieder auf, Pro und Contra im Emotionsdesaster verklebter Hirneareale. Die deutsche Gesellschaft ist so fixiert sich gegenseitig zu zerstören, das von Lebensqualität nicht viel zu erkennen ist.

Ein entspannter Besuch bei unserem europäischen Nachbarn den Niederländern könnte den Horizont etwas erweitern. Dort wird es locker gehändelt, da laufen mal zwei Bullis frei durch die Tierarztpraxis zwischen den anderen Tieren und Kunden.

 

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